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Den
Platz Plaza de San Juan kann man als das architektonische Gefüge
bezeichnen, was in Arucas den größten sozialen und historischen
Wert innehat. Auf dem recht kleinen Platz befindet sich eine Reihe von
Gebäuden heimischer und religiöser Architektur, die aus dem
XVII. Jahrhundert bis in die heutige Zeit reichen. Bereits auf den ersten
Blick kann der Besucher somit die Entwicklung der heimischen Architektur
anhand der Gebäude der alten Stadt Arucas erfassen.
Der
Platz grenzt an die Hauptfassade der Kirche San Juan Bautista; seine Gestaltung
stammt aus dem XVII. Jahrhundert, und er repräsentiert das Stadtzentrum
Arucas in jener Epoche, die bis zum letzten Viertel des XIX. Jahrhunderts
fortdauerte.
Im Laufe seines Bestehens hat der Platz zahlreiche Veränderungen
durchgemacht: Anfangs bestand der Bodenbelag einfach aus Erde; in der
Mitte des XIX. Jahrhunderts allerdings wurde im Zentrum der Plaza von
einem Ende zum anderen ein breiter Weg aus Quadersteinplatten verlegt.
Im Jahre 1901 wurde er mit Steinpfeilern, einer Eisenumzäunung und
Treppenstufen ausgestattet. Auch fuhr man damit fort, den gesamten Boden
zu pflastern, und so schrieb man schließlich die Zeit zu Beginn
der 90er Jahre, als der Platz seinen heutigen Aspekt in Form von einem
Boden mit den berühmten blauen Steinen aus den lokalen Steinbrüchen
erlangte.
Das Pfarrhaus (das Haus des Pfarrers)
Das im Volksmund unter dem Namen “Pfarrhaus” bekannte Gebäude
wurde im XVII. Jahrhundert auf Kosten des Pfarrers Juan Mateo de Castro
errichtet. Das Haus entspricht der Typologie eines typisch kanarischen
Wohnhauses, das sich durch festes Mauerwerk auszeichnet, dessen Einfachheit
mit durchgehender Tünche und einem Dachwerk in Form von einem Satteldach
dissimuliert wurde. An der Fassade fällt besonders der Einsatz von
Quadersteinen ins Auge, die auf beide Stockwerke verteilt eingesetzt worden
sind. Ein weiteres Merkmal für traditionell kanarische Gebäude
ist der zentrale Innenhof, welcher von den Räumlichkeiten umrahmt
und üblicherweise mit einem Drachenbaum (Dracena Draco) versehen
wird. Auch die Türen mit schwarzen Ziernägeln, Schiebefenster
und schmiedeeiserne Lampen sind typisch.
Das Barbosa-Haus
Das gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts errichtete Haus zählt zu den
wichtigsten Gebäuden der Altstadt. Sein Baujahr lässt sich von
der Anrichtung seiner Elemente her ableiten, wobei die Symmetrie der aufgeführten
Details besonders erwähnenswert ist. Die Maueröffnungen der
Fenster und Türen wurden zwischen zwei großen Wandpfeilern
angeordnet. Sämtliche eingesetzte Elemente bestehen aus Quadersteinen
aus dem Steinbruch in Arucas. Auch die schmiedeeiserne Dekoration am Balkon
ist auffallend.
Das
Haus von Rafael Ponce de Armas
Das aus dem XIX. Jahrhundert stammende Haus ist von den Grundmauern an
in die Höhe erbaut worden, wobei eine besondere Vorliebe für
die symmetrische Anordnung der Maueröffnungen, den Einsatz vom Sockel,
große Fenster, seitliche Stützpfeiler, den Eisenbalkon und
das flache Dach zu beobachten ist. Das Haus beherbergt nach wie vor den
traditionellen Innenhof, trotz des klassischen Außenhofes, der in
jener Epoche existierte. Der Einsatz von Quadersteinen ist in fast allen
Wohnhäusern von Arucas üblich; in diesem Gebäude allerdings
ist ein Anflug von Dekoration zu beobachten, der mit der Alternative von
Rundbögen spielt, die bei den oberen Fenstern eingesetzt wurden.
Das
Granado Marrero-Haus
Dieses im Jahre 1907 errichtete Gebäude hebt sich auf Grund seines
Umfangs entschieden von den anderen Häusern ab: Es gibt zwei Stockwerke,
und das Haus präsentiert fünf Fassaden mit Balkonen an der Hauptfassade
und an den Straßenecken zu beiden Seiten. Die modernistische Richtung
der Epoche wird mit dem Einsatz von pflanzlichen Motiven an den Giebeln
deutlich.
Das Untergeschoss beherbergte die ersten Einrichtungen des Rathauses von
Arucas. Heutzutage wird das Erdgeschoss kommerziell genutzt, und im ersten
Stock gibt es Wohnungen.
 
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