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Das
Gebäude der Nachbarschaftsvereins Guanche beherbergt in seinem
Inneren einen archäologischen Fundort aus der prähispanischen
Etappe, der bei den Archäologen unter dem Namen “Cerera”,
zu Ehren der sinnbildlichen Calle Cerera in unmittelbarer Nähe
der Fundstelle, bekannt ist. Das Lager der Einheimischen, aus einer
Zeit vor der Ankunft der europäischen Eroberer, besteht aus einem
kanarischen Steinhaus (das ohne Mörtelmasse errichtet wurde) und
einer natürlichen Höhle, die als Wohnung benutzt wurde.
Der archäologische Fundort liegt am Südhang des Arucas-Berges,
an einer Stelle mit dem ursprünglichen Namen “El Tabaibal”,
ganz in der Nähe des traditionellen Wanderweges “Camino Real”.
Die allgemeine Bedeutung dieser archäologischen Enklave kann mit
folgenden Faktoren beschrieben werden:
Zunächst einmal handelt es sich um den ersten Fundort, der im Gemeindegebiet
Arucas mit einer neuen wissenschaftlichen Methode ausgegraben worden
ist. Zudem handelt es sich um den ersten Fundort mit diesen Eigenschaften,
der sich in einem architektonischen Gebäude im gesamten Gefüge
des Kanarischen Archipels integriert.
Wissenschaftlich und archäologisch betrachtet, liegt die Bedeutung
dieser Fundstelle in folgenden Punkten:
1. Man erhält verschiedenartiges prähistorisches Material
in großem Umfang: Bemaltes Keramikgefäß in konischer
Form (komplett), runder Mühlstein, große Mengen Gerstensamen,
weitere Samen wie Weizen, etc., Reste von Ferkeln, Ziegen, etc., Keramikfragmente
(viele bemalte Objekte, einige wurden mit Einschnitten dekoriert, etc.),
Werkzeug und Utensilien aus Stein (vor allem Steinsplitter aus Basalt,
Obsidianreste und, in kleinerem Umfang, Silex- und Quarzreste), Fragmente
länglicher Mörser und runder Mühlen, Reste von geformten
Gläsern (in diese m
Sinne haben die Ureinwohner möglicherweise die Gläser der
Europäer benutzt, um sie an ihre Instrumente anzupassen), Fischreste
wie vom Papageienfisch, etc.
Diese Materialien wurden im archäologischen Labor der Universität
Las Palmas de Gran Canaria katalogisiert und verzeichnet. Mittlerweile
wurden sie in den Beständen des Kanarischen Museums für nachfolgende
Studien aufgenommen.
2. Wahrscheinliche Präsenz einer chrono-stratigrafischen Sequenz
von den wenigen, die auf der Insel Gran Canaria existieren. Dabei könnte
man die technologische Evolution der Materialien und der Siedlung beobachten,
allen voran bildhauerische Techniken und die Art und Dekoration von
Keramikstücken, eine aktuell aufkommende Frage in der Vorgeschichte
Gran Canarias.
Die kleine Geschichte der Entdeckung dieses Fundortes begann im Jahre
1993, als man zu Beginn der Errichtung des Gebäudes erste archäologische
Funde aufspürte.
Die Eröffnung dieses kleinen Museums hat die Integration des archäologischen
Fundortes und der Erschaffung eines kulturellen und freizeitbetonten
Ortes sowie das Nachdenken und Zusammentreffen innerhalb der nachbarschaftlichen
und städtischen Umgebung mit sich gebracht.
Oficina de Patrimonio Histórico
 
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