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BEWOHNERS: 793 |
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El Trapiche liegt lediglich vier Kilometer von der
Gemeindehauptstadt entfernt und befindet sich im westlichsten Teil des
Gerichtsbezirks Arucas. Es handelt sich um eines der ältesten Dörfer
des Nordens von Gran Canaria, auf einem großen Bergrücken mit
einem breiten Zwischenflussbett und einem in sanften Rampen verlaufenden
Gefälle, das sich zwischen den Schluchten Los Palmitos im Osten und
Quintanilla im Westen erhebt.
Wie es auch bei vielen anderen Inselorten der Fall ist, lässt sich der Name dieser Siedlung von den Aktivitäten ableiten, die im Zusammenhang mit dem Anbau und der Industrialisierung von Zuckerrohr gegen Ende des XV. Jahrhunderts standen und praktisch fünf Jahrhunderte über andauerten. In der Tat ist der Ursprung des Dorfes eng mit der Zuckerfabrik verbunden, die bis zum Jahre 1645 an dieser Stelle stand und dann ihre Tätigkeit einstellte. Dementsprechend waren die Zuckerfabriken Bauten – fast schon tatsächliche Fabrikhallen – die sich üblicherweise in Gebieten in der Nähe von permanenten Wasserquellen (Schluchten, Bewässerungsgräben, etc.) und den Zuckerrohrplantagen befanden. In der Umgebung der ehemaligen Zuckerfabrik ließ sich das Kontingent einer Bevölkerung nieder, die sich aus Zuckerrohrfeldarbeitern, Inspektoren oder Zuckermeistern, Transporteuren oder Maultiertreibern, Arbeitern aller Art und Dienstleistenden zusammensetzte. All diese Menschen, die sich von der landwirtschaftlich-industriell orientierten Aktivität angezogen fühlten, erbauten ihre Häuser in der Umgebung der Zuckerfabrik, bis sich schließlich ein kleiner Weiler gebildet hatte, der seit dem Jahre 1684 über eine Dorfkapelle mit dem Namen El Ángel, der Engel, verfügte. Unter den Gebäuden, die auf Grund ihres architektonischen Wertes besonders hervorstechen, zählen die Finca-Häuser, die vorwiegend in La Guinea anzutreffen sind, deren Struktur und Aufteilung im Zusammenhang mit den landwirtschaftlichen Nutzen des Bodens standen, und die traditionellen Häuser, welche mit festem Mauerwerk und Flachdach, beziehungsweise Satteldach errichtet wurden. Im Jahre 1920 wurde die offizielle Ortsbezeichnung, die man El Trapiche zugesprochen hatte, in Weiler umgeändert, da ein Bevölkerungsrückgang eingesetzt hatte. Dieser ließ sich auf einen Abfall des Zuckermarktes, den unterbrochenen Seeverkehr infolge des Ersten Weltkriegs (1914-1918) und die furchtbare Epidemie der Spanischen Grippe zurückführen, welche eine hohe Sterblichkeitsrate zur Folge hatte. Die Kirche von El Trapiche besteht aus einem einzigen Kirchenschiff mit einem Chor am unteren Ende und einer Sakristei im oberen Teil. Das Gebäude hat ein Satteldach und wird mit spitzförmigen Motiven dekoriert, die auf dem First angebracht sind. Die neogotische Fassade ist zwischen Eckpilastern eingerahmt und setzt sich in einer senkrechten Achse aus einem Spitzbogen mit einem zirkelförmigen Durchbruch sowie einem ebenfalls spitz zusammenlaufenden Giebel zusammen. Die komponierenden und hervorstechenden Elemente bestehen aus bemaltem Zement. Heutzutage ist das Gebäude Bestandteil des Katalogs für das architektonische Erbe von Arucas (1996). Die Pfarrkirche von El Trapiche verfügt außerdem über einen Friedhof in kirchlichem Besitz, der sich in El Fielato neben dem Weg befindet, welcher zum Bergrücken Lomo de Quintanilla führt. Ein weiterer Höhepunkt des El Trapiche-Viertels ist zweifellos
die unglaubliche Aussicht, die man vom Aussichtspunkt “Mirador
de la Carabela” und “Los Dolores” geboten bekommt.
Von hier aus lässt sich ein Teil der Gemeinde überblicken:
Die Küste von Bañaderos, die Palmitos-Schlucht, El Hinojal
sowie ein Teil des Arucas-Gebirges. |
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